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Lehrreiche Krakau-Bildungsfahrt der 9. Klassen nach Krakau

Gegen das Vergessen - Nie wieder ist jetzt
Man macht sich mit Krakaus Altstadtplan bekannt
Im Vorhof des Wawel
Die 9. Klasse genießt den Blick über wie Weichsel vom Wawel-Hügel

Vom 16. bis 19. September 2025 begaben sich die 9. Klassen unserer Schule auf eine eindrucksvolle Bildungsreise ins polnische Krakau, die nicht nur historisches Lernen ermöglichte, sondern auch viele schöne gemeinsame Momente bereithielt.

Nach einem zunächst reibungslosen Beginn sorgte eine technische Panne für den ersten ungeplanten Zwischenstopp: Die Bordelektronik des Reisebusses verweigerte die Zusammenarbeit mit dem Zündschlüssel, sodass die Gruppe rund 90 Minuten länger als geplant eine Raststätte bei Gliwice bestaunen durfte. Trotz der Verzögerung blieb die Stimmung positiv – ein Vorgeschmack auf die Flexibilität und den Zusammenhalt, die die Fahrt prägen sollten.

Im Sonnenuntergang vor Krakaus historischer Universität
Marienkirche in der Nacht
Die Tuchhallen unter dem Sternenhimmel

Nach dem Bezug der Zimmer im Meininger Hotel nahe der Altstadt ging es direkt auf einen zweistündigen Stadtrundgang. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten Highlights wie die Marienkirche, die Tuchhallen, das Collegium Maius, die Planty und den Wawel. Besonders beliebt waren die Erinnerungsfotos im Sonnenuntergang – ein schöner Auftakt für die kommenden Tage.

Ein kleines Highlight am Rande: Zwei YouTuber, die mit Basketballkorb und Ball durch die Stadt zogen und Passanten zu Trickwürfen animierten, sorgten für Begeisterung. Ob sich unter unseren Schülern zukünftige YouTube-Stars befinden, bleibt abzuwarten.

Denkmal für die Holocaust-Opfer auf dem jüdischen Friedhof
Die Alte Synagoge im Viertel "Kazimierz"
Im Hinterhof des Viertels "Kazimierz", wo Schindlers Liste gedreht wurde
Ehemalige Fabrik von Oskar Schindler
Fragment der Krakauer Ghetto-Mauer
Im Hörsaal des historischen Collegium Maius
Gute Laune bei der Bootstour auf der Weichsel
Die 9. Klassen am Eingangstor von Auschwitz I

Am Mittwoch stand eine Schnitzeljagd auf dem Programm, die sich mit der Besatzungszeit durch die Wehrmacht zwischen 1939 und 1945 beschäftigte. Die Stationen führten unter anderem zum ersten Wohnhaus von Oskar Schindler, zur Alten Synagoge im jüdischen Viertel Kazimierz, zu einem Fragment der Ghetto-Mauer, zum Platz der Ghetto-Helden und zur Emaille-Fabrik Schindlers, die heute ein beeindruckendes Museum beherbergt.

 

Den Abend rundete eine Bootstour auf der Weichsel ab. Einige Schülerinnen übten zuvor das Straßenbahnfahren in Krakau – ein kleines Abenteuer für sich. Die Fahrt bot Gelegenheit für schöne Gespräche, viel Lachen und zahlreiche Fotos in der Abendsonne.

Einblick in den Ablauf der Selektionen in Auschwitz
Im "Todesblock" 10
An der "Schwarzen Wand"

Der Donnerstag war dem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz gewidmet. Die Führung begann im ehemaligen Stammlager Auschwitz I, wo eine Ausstellung den Lageralltag dokumentierte. Anschließend ging es nach Birkenau, dem ehemaligen Vernichtungslager. Besonders eindrucksvoll waren die Arrestzellen, die übergebliebenen Schuhe, Haare und Brillen, die Kinderkleidung, die Gaskammer in Auschwitz I und die Rampe in Birkenau, an der die Selektionen stattfanden. Die Schülerinnen und Schüler zeigten große Ernsthaftigkeit und Mitgefühl – ein Zeichen dafür, wie tief die Eindrücke wirkten.

 

Auf dem Rückweg wurde ein Zwischenstopp im Zakrzówek Park eingelegt. Zwar war es zum Baden zu kühl, doch ein Eis und die frische Seeluft halfen, die Eindrücke zu verarbeiten und sich auf den freien Nachmittag zu freuen.

Am Abreisetag wurde das Baden nachgeholt: Im Aqua-Park Krakau konnten sich die Schülerinnen und Schüler noch einmal 2,5 Stunden austoben, bevor es zurück nach Leisnig ging.

Auf dem Appell-Platz des Stammlagers
Besichtigung der ehemaligen Gaskammer in Auschwitz I
SS-Wohnblock und Häftlingswohnblock getrennt durch den Stacheldraht
Die 9. Klasse auf der Rampe im Vernichtungslager Birkenau
Die 9. Klasse erfasst das bauliche Ausmaß des Vernichtungslagers Birkenau
Gang durch die "Isolierbaracke" im Frauenlager von Birkenau
Entspannte Minuten im Zakrzówek Park
Einheimische Spezialitäten werden getestet
Bereit zur Rückfahrt nach einer lehrreichen Klassenfahrt

Diese Klassenfahrt war mehr als nur eine Reise: Sie war eine lehrreiche Erfahrung, die uns daran erinnerte, die Gräuel der deutschen Vergangenheit nicht zu vergessen. Sie zeigte, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben, wenn politische Macht in die falschen Hände gerät.

 

Ein herzlicher Dank geht an alle Guides und Helfer vor Ort in Krakau, die diese Fahrt möglich gemacht haben – und ganz besonders an Busfahrer Jörg vom Unternehmen "Taxi Peschke" aus Landsberg, der uns sicher und geduldig begleitet hat.

 

Text und Bilder: Robert Müller

 

Information:

Diese Maßnahme wurde mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

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