Bannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur Startseite
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Ein Blick hinter die Mauern - Exkursion der 9. Klassen in die Gedenkstätte "Gefängnis Kaßberg"

Am 18. Juni 2025 begaben sich die 9. Klassen der Peter-Apian-Oberschule auf eine eindrucksvolle und lehrreiche Exkursion zur Gedenkstätte „Gefängnis Kaßberg“ in Chemnitz. Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verlief reibungslos, doch bereits auf dem Weg zur Gedenkstätte wurden die Schülerinnen und Schüler überrascht: Anders als viele bekannte Gedenkstätten, die oft am Rand von Städten liegen, befindet sich das ehemalige Gefängnis mitten in einem Wohngebiet – umgeben von modernen Wohnblöcken und zwei Schulen. Dieser Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart warf bereits erste Fragen auf.

Einführung die Gründungszeit des Gefängnisses
Eintritt in den Zellentrakt
Einblick in die Geschichte des Gefängnisses zwischen 1945 und 1990
Zeugnisses der Gewalt aus der NS-Zeit auf dem Kaßberg
Einblick in die Geschichte des Kaßbergs in der NS-Zeit
Der Kaßberg nach 1945
Schauzelle aus der Zeit als Stasi-Gefängnis

In der einführenden Überblicksführung erfuhren die Teilnehmenden, dass diese Lage kein Zufall ist: Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gefängnis als erstes humanistisches Gefängnis in Chemnitz genau an diesem Ort errichtet – mitten im Leben, nicht am Rand der Gesellschaft.

 

Während des etwa einstündigen Rundgangs erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die wechselvolle Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses. Besonders eindrucksvoll waren die Informationen zur Nutzung des Gefängnisses während der NS-Zeit und durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Schwerpunkt der Führung lag jedoch auf der Zeit der DDR, als das Gefängnis von der Staatssicherheit (Stasi) genutzt wurde. Hier wurden politische Häftlinge inhaftiert, die später von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft wurden – ein dunkles Kapitel deutsch-deutscher Geschichte.

Forschen in ehemaligen Verwaltungsunterlagen des Gefängnisses
Die Geschichte einer ehemaligen Insassin wird genau untersucht
Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden präsentiert
Kontrast zwischen "normaler" Zelle und "Aufpeppelzelle"
Im Bereich der Häftlinge, die freigekauft wurden
Ein Dank an die Gedenkstätte

Im Anschluss an die Führung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler intensiv mit historischen Quellen und setzten sich mit den Schicksalen einzelner ehemaliger Insassen auseinander. Dabei zeigten sie ein hohes Maß an Kompetenz im Umgang mit historischen Materialien und beantworteten gezielt Orientierungsfragen.

 

Den Abschluss des Projekttages bildeten Präsentationen der Arbeitsergebnisse. In rhetorisch ansprechender Form stellten die Gruppen ihre Erkenntnisse vor und vermittelten ihren Mitschülerinnen und Mitschülern eindrucksvoll, wie hart und vielfältig der Alltag im Kaßberg-Gefängnis war – und wie unterschiedlich die Gründe für eine Inhaftierung im DDR-Regime sein konnten.

 

Ein herzlicher Dank gilt der Gedenkstätte Kaßberg für die hervorragende Vorbereitung des Projekttages sowie insbesondere Frau Hahn für die engagierte und kompetente Betreuung vor Ort.

 

Text und Bilder: Robert Müller

Suche