Sitzung des Jugendstadtrats – Finale des Planspiels zur Kommunalpolitik

Bürgermeister Graf eröffnet die Sitzung
Tagesordnung, Anfragen, Anträge - Alles gut vorbereitet
Anfrage bezüglich eines barrierefreien Bahnhofs in Leisnig

Am 2. Dezember 2025 fand im Leisniger Rathaus die abschließende Sitzung des Jugend-Stadtrats statt. Diese Sitzung bildete den Höhepunkt eines Planspiels zum Thema Kommunalpolitik, an dem die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b teilnahmen. Ziel des Projekts war es, den Jugendlichen zu zeigen, wie kommunale Entscheidungen entstehen und wie sie selbst aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitwirken können.

Anfrage zur Möglichkeit von mehr Abfallbehältnissen in der Stadt Leisnig

Im Vorfeld wurden die Schülerinnen und Schüler von Stadträten der Stadt Leisnig aus verschiedenen Fraktionen in die Arbeit des Stadtrats eingeführt. Sie lernten, wie man Anfragen an die Verwaltung formuliert und wie man Anträge in eine Sitzung einbringt. Anschließend gründeten die Jugendlichen eigene Parteien, entwickelten in Gruppen ihre Programme und diskutierten, welche Themen für junge Menschen in Leisnig besonders wichtig sind.

Die Sitzung wurde vom Leisniger Bürgermeister Carsten Graf geleitet. In den Anfragen an die Verwaltung sprachen die Jugendlichen unter anderem die Abfallentsorgung in der Innenstadt an. Sie wünschten sich mehr Abfallbehälter und eine regelmäßigere Leerung. Außerdem wurde die Frage nach einer besseren Beschilderung an gefährlichen Kreuzungen gestellt und ob es geeignete Plätze für öffentliche Trinkwasserspender in Leisnig gibt.

Carsten Graf antwortete umfangreich auf alle Anfragen

Auch die eingebrachten Anträge zeigten, wie vielfältig die Interessen der Jugendlichen sind. Sie forderten mehr Sitzmöglichkeiten an Bushaltestellen, einen Aktionsstand für die Klassenstufen 8 bis 10 bei städtischen Festen, die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Waldstraße sowie die Errichtung einer legalen Graffiti-Wand. Die Diskussionen waren lebhaft und konstruktiv. Es war deutlich zu sehen, wie engagiert die Jugendlichen ihre Positionen vertraten und eine respektvolle Debattenkultur entwickelten, auch wenn der eigene Antrag keine Mehrheit erhielt.

Anfrage zur Verkehrssicherheit auf der Umgehungsstraße
Ein Antrag wird ausführlich dargelegt und begründet

Die gefassten Beschlüsse des Jugend-Stadtrats werden nun an den echten Stadtrat weitergegeben und haben damit die Chance, tatsächlich umgesetzt zu werden. Das Planspiel hat gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Deshalb soll das Projekt auch in Zukunft ein fester Bestandteil bleiben, um das politische Bewusstsein und die Mitbestimmung der Jugendlichen zu fördern. Wir danken allen helfenden Stadträten und den Mitarbeitenden der Friedrich-Ebert-Stiftung für ihre wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung dieses Projekts und freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

 

Text und Bilder: Robert Müller

Eine Fraktion äußert ihre Meinung zum Antrag bezüglich der Anschaffung einer legalen Graffiti-Wand
Es kommt zur Abstimmung